Einen schönen guten Tag wünsche ich meiner wertesten Leserschaft!!

Good News. Hier gibts ab sofort (Sept. 2017) eine neue kleine Rubrik:

Heißer Scheiß - Pändys neueste Empfehlungen
Was das konkret heißt, wollt Ihr wohl wissen? Also, wenn mir irgend eine Musik oder Ähnliches ins Haus oder auf den Rechner flattert, die ich erwähnenswert finde, dann werde ich das künftig und in möglichst würziger Kürze - bestenfalls mit Link - hier veranschlagen. Unter Umständen werde ich über der/die/das eine oder andere danach noch etwas ausführlicher berichten, dann werde ich selbstverständlich wie gewohnt zu gegebener Zeit an entsprechender Stelle darauf hinweisen.
Das Ganze wird, wie es auch die Geschichte handhabt, in Schichten sortiert sein:
Unten die Älteren, das Neueste oben.
Ich hoffe Ihr amüsiert Euch gut, findet bissl Ablenkung vom alltäglichen Wahn - und vielleicht ist ja auch Eure neue Frühlings/Sommer/Herbst/und/oder/Winter-Platte mit dabei...
Cheers + yours sincerely
Pändy
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3.03.18


Es ist mal wieder an der Zeit, auf kommende Releases aufmerksam zu machen. Da wäre zunächst eine Bänd aus Norwegen zu nennen: Lonely Kamel.
Ja. Mit K.
Deren am 23. März 2018 erscheinendes, mittlerweile fünftes Album (veröffentlicht via Stickman Records) strotzt nur so vor steinigen Pfaden, auf welchen das Höckertier einsam wandelt. So geht's auf Death's-Head Hawkmoth nach einem blechernen Gongschlag und einer kurzen Leadgitarre alsbald mit trockenen Gitarrenriffs los. Schöner Einstieg, bevor der Groove einsetzt und die Bänd so richtig loslegt. In der Folge biegt das Kamel immer mal wieder gerne in Pfade ein, die auf ihrem Weg kaum etwas auslassen zwischen groovendem Bluesrock, hin und wieder von psychedelischem Wind getragenen Ausflügen der Leadgitarre und der steten Einbettung in trockenem Stonersound. Und wie es sich gehört, kommt das Highlight zum Schluss: "The Day I'm Gone" fasst eigentlich nochmal alles zusammen, was bisher auf dem Album glänzen konnte und bleibt auch nach Verklingen der CD gerne noch ein Weilchen im Ohr hängen. Coole Platte, hör ich grad ziemlich gerne und häufig! Empfehlung!!
Falls sich jemand selbst überzeugen möchte - hör da!

 

Als durchaus schöne Ergänzung hierzu erreichte mich soeben das Debüt einer berlinerisch-amerikanischen Bänd namens VUG. Noisolution nahm sich dieses Quartetts an, die auf dem selbstbetitelten Album gleich von Anfang an ziemlich unprätentiös die harten Variationen des 70er-Jahre-Rock aus den Boxen wehen lassen. Sofort nach Einsetzen des Gesangs sticht ins Ohr, dass die Stimme des Sängers ganz schön nah am Timbre eines gewissen Herrn Hendrix wandelt. So mutet das Album tatsächlich immer wieder wie eine schicke kleine Zeitreise an, wenn sich nach bluesigen Passagen hardrock- und metal-affine Gitarrenmelodien Marke Iron Maiden & Co. in die Songs einfügen, als könnte da gar nix anderes hingehören...

Zugegeben, ich habe VUG jetzt exakt ein einziges Mal gehört und kann somit exakt einen ersten Eindruck beschreiben, der sicherlich nicht der gesamten Dynamik des Albums gerecht werden kann. Dieser Eindruck hinterlässt aber in jedem Fall das Gefühl, dass das sicherlich nicht das einzige Mal bleiben wird, die Scheibe in den Player zu schieben. Und während mich das gespenstische, gesichtslose Wesen auf dem grau-schwarz gehaltenen Cover zum abschließenden, fast balladesken Titelträck augenlos durchdringend anstarrt, habe ich für Euch noch nen Link zum Reinhören ins am 13. April 2018 das Licht der Welt erblickende Werk - hör hier.

Cheers + Viel Spaß!!

(Achja, Visions, das Fachblatt für harte Gitarrenmusik sieht VUG als einen von 7 vielversprechenden Newcomern für 2018 - falls Ihr also der Fachpresse mehr vertrauen möchtet als meiner sub-objektiven Wenigkeit oder einfach noch eine zweite Meinung braucht --- aaaaber: finden müsst Ihr den Artikel dann schon selbst, harrharr ...)


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19.12.17


Hey Folks!!

Heute hab' ich einen Hinweis auf eine Bänd, die ich vor einigen Jahren im Freiburger Slow Club live sehen durfte. Bei jener Tour damals fiel der Sänger wegen Krankheit aus, ob die Bänd das gespielte Set angepasst hat, weiß ich nicht; ich weiß aber sehr wohl, dass ich ziemlich positive Erinnerungen an den Auftritt habe. Ein Auszug aus dem damaligen Bericht gefällig? Here we go:
"Geerdet rollender Bass und wuchtiger Schlagzeugsound trieben unermüdlich an, eine Posaune sowie ein Saxophon übernahmen melodiöse und erzählende Anteile, die Gitarre untermalte das Ganze mal trocken Stoner-like rockend oder unter psychedelischem Hall mitredend - je nach Bedarf. Die Stücke waren häufig als vorwiegend instrumentale Epen aufgebaut, vereinzelt gab es immer mal wieder kraftvollen Lead-Gesang seitens des Bassisten, hin und wieder, in Pausen der Bläser, flochten jene auch mal sanfte vokale Chöre ein. Die Bänd brachte das Kunststück fertig, gepflegt mit dem Gaspedal zu spielen, immer wieder zu überraschen und anstatt ein Stück zu beenden noch einen draufzusetzen - oder umgekehrt. Es war wahre Freude für Körper und Geist, sich entweder vom Sound durchschütteln zu lassen oder sich bei geschlossenem Guck-Organ das Hirn weich wiegen zu lassen - einfach geil!! "
(ganzer Review hier)

Wenn das mal nicht unbedingt verlockend klingt? Eben!! Daher möchte ich Euch hiermit auf die anstehende Tour von Coogans Bluff aufmerksam machen. Leider ohne Stopp im Breisgau, aber vielleicht weilt ja zu gegebener Zeit der-die Eine oder Andere von Euch an einer der unten aufgelisteten Örtlichkeiten? Dann würde ich durchaus empfehlen, den Termin wahrzunehmen. Als Entscheidungsnachhilfe kann ich immerhin auf das aktuelle Video der Bänd verweisen. Ansonsten gäbs da noch deren aktuelle Live-Platte...
Na denn mal los:
zum Video
zur Live-Platte

...und die Tourdaten:


FLYING TO THE STARS – TOUR
27.12.2017 – DE – Hamburg, Sankt Hell Festival
01.02.2018 – DE – Fulda, Kulturkeller (w/ Brother Grimm)
02.02.2018 – DE – München, Feierwerk (w/ Brother Grimm)
03.02.2018 – CH – Luzern, Treibhaus (w/ Brother Grimm)
10.02.2018 – PL – Warsaw, Warsaw Prog Days
16.02.2018 – DE – Stuttgart, Goldmarks
17.02.2018 – DE – Garching, Lucky Man Concerts
01.03.2018 – DE – Dresden, Groovestation
03.03.2018 – DE – Hannover, LUX
15.03.2018 – DE – Köln, Sonic Ballroom
16.03.2018 – DE – Bremen, Magazinkeller
17.03.2018 – BE – Leuven, Sojo

P.S.: Ich persönlich mag ja das Video lieber als das neue... Und für Fäninnen und Fäns von Neo-Western-Style hätt ich noch das hier...
Fällt Euer hartes Urteil selbst...

Cheers + immer schön langsam mit'm Glühwein, gell?!


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5.11.17
Als besonders geeignet für verregnete November-Sonntag-Nachmittage würde ich

fishing for compliments von tuggy

bezeichnen. Dieses Album kann durchaus als groovige Rock-Platte mit diversen Ausflügen gehört werden, wie es gleichsam Hörspielcharakter hat. Die Basis der unkonventionellen Musik dieser deutsch-kanadischen Bänd bildet ein zumeist angenehm hüpfender Bass, der stets von wandlungslustigem Gitarrenspiel umflogen wird. Beide Saitenkünstler wirken hier angenehm inspiriert von Primus. Phasenweise winkt den Hörenden auch verschmitzt lächelnder Dream-Pop zu oder es klingt etwas jäzzig-chillige Lounge-Musik durch - nur ohne Jäzz und Lounge. Ein anderes Mal sind wiederum orchestral anmutende Bäckground-Klänge oder sich im Hintergrund vorbei schlängelnde Keyboards zu hören. Während all dessen scheint die Sängerin mit ihrer sonoren, lakonisch versöhnlichen Stimme über den Dingen zu schweben, erzählt ihre Geschichten in Songs, die so merkwürdige Titel haben wie "aloha", "nekkid punch", fresh air experience"... alles in Allem: Sehr schön, das!!

Es lohnt, sich also, sich ein wenig Zeit zu nehmen für die Musik dieser Bänd - weshalb ich hier und da schon mal ne Abkürzung für Euch hab.

Cheers + viel Spaß dabei!!

tuggy    fishing for compliments

(VÖ: 17.11.17, Label: - // Digitallabel: Sportklub Rotter Damm, Promotion + Info: Noisolution)

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12.10.17


Kennt Ihr das auch, dass einem immer mal wieder was vom rutscht, was man schon länger mal machen wollte? Mir ging das mit dem Hinweis auf ne Platte so. Aber jetzt isses soweit:

EAT GHOSTS    An Ti E Go (VÖ: 23.09.17 Sonic Attack Records)
Diese Bänd aus Potsdam nannte sich ehemals Minerva - was bei mir unweigerlich zu den Deftones hinführende Assoziationen auslöst. Dies allerdings wäre hier ziemlich unpassend, denn auf An Ti E Go steht bei Eat Ghosts insbesondere stark jäzzig angehauchter Prog-Rock im Vordergrund. Nicht viel mehr als Gesang, Gitarre, Bass, Schlagzeug und Saxophon benötigt das Quartett für die Reise durch so manche Stile; wobei recht interessant ist, dass der Jäzz manchmal nach Indie-Gitarre klingt und die Indie-Gitarre wiederum die Gestalt von Classic-Rock-Sound annimmt. Solches und andere Wendungen gibts durchaus des Öfteren zu entdecken im Lauf der sechs Songs, die nach dem kurz einführenden Prolog aus den Boxen schallen.
Meine beiden Favoriten sind der Titelsong und das sich hieran anschließende "Rattle, Shatter, Creak". Bei diesen beiden Stücken ist die Handbremse ein wenig angezogen, so dass ersteres einfach nur entspannt klingt und zweites noch eine recht ordentliche Dynamik entwickelt, welche an rockigen Ufern endet.
Ein großes Manko für mich ist leider, dass Stimme und Gesang zu keiner Zeit und in keinster Weise meinen Nerv treffen - schade!! Aber da dies ein völlig persönliches Ding und an nix anderem festzumachen ist, als dass es halt so ist, möchte ich interessiert-geneigten Leser- wie Hörer*innen lieber ermutigen, sich unabhängig von meinen Hörnerven drauf einzulassen. Klickt einfach hier und macht euch selbst ein Bild vom durchaus ansprechenden Schaffen dieser Geister essenden Musiker...

*           *           * 

4.09.17


Zu Beginn und zum quasi Einstand wurde es nun - ups!! - doch gleich ein wenig ausführlicher:

 

The Loranes   2nd       (VÖ: 22.09.17 / Noisolution)

Gegen besseres Wissen machte ich neulich den Fehler, eine mir bis dato unbekannte Bänd mal so kurz und nebenbei via Notebook und entsprechender Klangqualität zu hören. Buääh, klingt ja wie vor Jahren die Hives, dachte ich.... booooring!! - Trugschluss!! Nicht viel später nämlich hielt ich einen sogenannten physischen Tonträger in den Händen, noch quasi ofenwarm, als ich ihn aus der Versandtasche schälte. Und mein öfter mal eigenwilliger CD-Spieler las das Ding gnädigst und übersetzte mir artig die Nullen und Einsen in Schallwellen. Nun klang das Ganze deutlich überzeugender, so dass ich Euch gerne hieran vorab teilhaben lasse:


The Loranes schubsen in Kürze ihr neues Album 2nd auf den Markt. Das Trio war ursprünglich in der Berliner Szene beheimatet, der Basser etwa dröhnte zuvor bei den dem Psych- und Stonerrock zugeordneten Kadavar. Mittlerweile haben sie sich jedoch geografisch etwas ausgebreitet und nahmen das Album weit entfernt von der Hauptstadt in den südlichen Alpen auf. Ungeachtet dessen sind hier aber weder Kuhglocken noch Hornklänge vertreten, nein, die klare Linie, worauf die Songs zumeist fußen, ist breitbeiniger Garagenrock. Von hier aus schimmern immer wieder, in angenehm unkonstruiert, vielmehr frisch von Herz und Leber gezogener Weise, verschiedentliche Einflüsse durch. Was nicht zuletzt der Tatsache geschuldet sein dürfte, dass das Album in recht kurzer Zeit geschrieben und komponiert, eingespielt und aufgenommen wurde. So tummelt sich in der Garage eine Rock'n'Roll-Attitüde mit schön sägenden Gitarren, die manchmal im Gesamtsound ein ganz klein wenig an Manson/Reznor-Produktionen erinnern (z. B. "Escape" - sehr geil!!) neben Songs, die gerne mit melodiösem Pop-Appeal garniert sind ("Never-Ending Love") oder bei denen manchmal die Garnitur auch mal die Oberhand übernimmt ("Get Away").
Außerdem - ebenfalls ein Highlight - das in Lo-Fi gehaltene, leicht stampfige und blues-folkige "No Home", was verblasste Erinnerungen an Black Rebel Motorcycle Club's ("Whatever happened to my Rock'n'Roll" - klingelts?) wach werden lässt. "Mirror", das vorletzte Stück bringt dann gar eine Brise Stadion-Wind mit ins Spiel, bevor "Paint it Black" für den melancholisch entspannten Ausklang sorgt.


So ist 2nd für mich zwar vermutlich kein Album für die Ewigkeit (aber das muss ja ohnehin immer die Zeit zeigen und sowieso jeder für sich entscheiden), aber doch eines, was sich aufgrund seiner zeitlosen Erfrischtheit in jedem Fall zu hören lohnt. Insbesondere dann ist diese Platte besonders gut, wenn die Öhrchen mal eine Pause benötigen von vor Ideen überquellenden, hochkomplexen und epochalen Prog-Art-was-weiß-ich-was-Rock-Alben...


Ach, hört doch selber mal rein - HIER  Und nicht vergessen: Vernünftige Lautsprecherboxen verwenden!!

 

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