Queens of the Stone Age 16.06.18 Wiesbaden, Kulturpark Schlachthof

 

Vor Jahren lief es mal gründlich schief mit einem angestrebten Besuch der Queens of the Stone Age bei einem Festival in Belfort. Aber diese Geschichte ist Geschichte und ich will mich lieber um den aktuellen Besuch der Bänd um Ex-Kyuss Josh Homme und seine Leute kümmern.

Auf dem Gelände um den Wiesbadener Schlachthof, dem Kulturpark, fand das Open Air mit geschätzt an die zehntausend Besuchern statt. Das Drumherum lass ich mal besser unkommentiert, kann mir aber nicht verdrucksen, dass ich unter Organisation anderes verstehe, als die Planer und Veranstalter vor Ort. Sei's drum, als wir eintrafen war grade die Bänd CRX am spielen. Eine Formation um den ehemaligen Strokes-Gitarristen Nick Valensi. Mit halbem Ohr zuhörend stach nicht wirklich irgendwas heraus, das letzte Stück gefiel mir noch am besten, wobei gerade dies stark nach einem matten Strokes-Abklatsch klang...


Danach wurde eine Weile umgebaut, ehe gegen 21 Uhr die Queens einigermaßen umjubelt die Bühne betraten. 'Let's dance' sagte Homme kurz, und dann begann ein ziemlich merkwürdig klingendes Stück mit fast schon Discorhythmus. Diese Ansage wiederholte er weitere zwei Male im Lauf des Abends, die beiden dann jeweils folgenden Stücke unterschieden sich für mein Ohr nur marginal vom Opener. Nun gut, ich bin auch nicht vertraut mit dem Werk der Bänd; was ich von den Alben nach der mittlerweile recht betagten 'Songs for the Deaf' gehört habe, war weit überwiegend einfach nicht mein Ding.
So hatte ich die größte Freude und meine paar Highlights mit den Stücken, bei welchen der entsprechende, angenehm an Kyuss erinnernde Gitarrensound vorherrschte. Mit vier Stücken von der genannten Platte wurde ich da auch ganz gut bedient, die hauten echt rein - auch wenn der Frontmann es nicht lassen konnte, mit der einen oder anderen Mitmachpassage die Songdynamik etwas zu verhageln. Und den Abschluss des Abends mit "Song for the Dead" hätten die Kalifornier nicht wuchtiger gestalten können, das war richtig, richtig geil!!


Ansonsten stachen außer den genannten noch eine ausgedehnte, gitarrensolo-lastige Ballade heraus sowie nebst ein oder zwei weiteren Rockern im neunzigminütigen Set die drei Zugaben-Songs. Durchweg war das Spiel des Bassisten von sehr großem Unterhaltungswert und häufig im Fokus meiner Aufmerksamkeit, während mir Josh Homme eher etwas uninspiriert vorkam und sich in seien Ansprachen ans Publikum gelegentlich wiederholte. Dies wiederum schien durchaus zufrieden, die Lightshow und die Mondsichel etwas abseits sorgten denn auch für eine schön sommerabendliche Konzert-Atmosphäre.


So gestaltete sich der Auftritt für mich insgesamt eher durchwachsen. Im Gegensatz zu meinen Begleitern, die sehr begeistert waren, konnten mich die Queens of the Stone Age leider nicht überzeugen. So what, immerhin hab ich sie jetzt mal gesehen...

 

Anbei die recherchierte und für valide gehaltene Setliste:

If I Had a Tail / In My Head / My God Is the Sun / Feet Don't Fail Me / The Way You Used to Do / You Think I Ain't Worth a Dollar, but I Feel Like a Millionaire / No One Knows / The Evil Has Landed / Long Slow Goodbye / Domesticated Animals / Make It Wit Chu / Smooth Sailing / I Appear Missing / Villains of Circumstance / Little Sister / Go With the Flow // Head Like a Haunted House / Sick, Sick, Sick / A Song for the Dead


30.06.18


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