
SOUND OF SMOKE Mirage VÖ: 27.03.26 / Tonzonen Rec.
Ich liebe es, wenn die Vorlaufzeit für ein Album zwischen dessen Ankündigung und Veröffentlichung nicht allzu lange gedehnt ist. Aus dem kwasi Nichts stürzte mir die Tage die Vorankündigung samt digitaler Hörmöglichkeit ins Haus – YES, SOUND OF SMOKE, die sympathischen Lieblings-Locals mit dem derzeit besten Sound der Stadt haben ein neues Album, Mirage betitelt, in den Stadtlöchern. Schon Ende März – pünktlich zum unsäglichen Stundenklau – erblickt es das Licht der Plattenläden…
Bereits nach wenigen Hördurchgängen stellt sich große Begeisterung bei mir ein: Das ist mal wieder ziemlich geil, was der Vierer da raushaut!! Schnell ist deutlich erkennbar, dass die Bänd an ihrem Sound geschraubt und gefeilt hat. So sind etwa die ganz fetten Gitarrenklänge deutlich zurückgefahren, das ist als erstes zu bemerken, und genau das lässt wiederum wesentlich mehr Raum für manch andere mehr als entzückende Verspieltheit. Insgesamt ist anstelle des vormals vorwiegenden harten Stonersound viel mehr elektrifiziert fuzzy-bluesiger Americana-Sound getreten, was der Bänd vorzüglich steht. Hier und da sind Synthieklänge zu hören, die den Rauchsound atmosphärisch sehr schön bereichern und auch auf punktuelle Flöteneinsätze der Sängerin muss auch diesmal nicht verzichtet werden.
Zudem bietet der neu freigewordene Raum jede Menge Möglichkeiten für ein noch engeres Zusammenspiel der Gitarrenlinien mit den wunderbaren Klängen der charakteristischen Stimme der Bänd. Der Gesang indes, das sich stets ins Ohr schmiegende Timbre der Stimme, die im rockigen Genre noch immer ebenso schön kontrapunktisch wie perfekt den Instrumentensound zierend kingt und ohnehin ein charaktieristisches Merkmal der Bänd darstellt, veredelt das Ganze neuerlich. Sehr geil, das!!
Doch keine Sorge – ganz weg ist das staubtrockene Fett der Gitarre nun auch nicht. Nur eben deutlich spärlicher dosiert und weit weniger im Vordergrund stehend. Fast bin ich geneigt, Mirage als das bisherige Meisterwerk von SOUND OF SMOKE zu bezeichnen. In jedem Fall dürfte das ein wichtiger Schritt in der ohnehin stetigen Weiterentwicklung des SOS’schen Soundiversum sein. Wie auch immer dem sei – mir jedenfalls gefällt das nunmehr dritte Album des Quartetts ganz ausgezeichnet und ich ärgere mich ein wenig, nicht bei der Live-Taufe Anfang April im Freiburger Jazzhaus sein zu können!! Aber das wird in der kommenden Zeit ja wohl nicht der einzige Gig des Quartetts in der Gegend sein…
HIER schon mal ein Video vorab – enjoy!!
Und natürlich gibt’s SOUND OF SMOKE ät Home zu besuchen – nämlich genau DORT
15.03.26